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Öldrucklackierung

Beim Öldrucklack handelt es sich um eine farblose, also pigmentfreie Offsetfarbe: „Drucklacke entsprechen in ihrer Formulierung praktisch dem Bindemittelaufbau konventioneller Bogenoffsetfarben. Es fehlt lediglich das Pigment als farbgebender Stoff. Unterschiedlich ist allerdings die qualita tive Auswahl der Rohstoffe, vor allem im Hinblick darauf, dass Drucklacke einen hochtransparenten Lackfilm möglichst ohne Eigenfärbung bilden sollen.“ Öldrucklacke trocknen in zwei Phasen: „Während der physikalische Prozess relativ schnell vollzogen wird, kann die ‚chemische Trocknung‘ oftmals sogar sechs bis zehn Stunden in Anspruch nehmen.“ Bei der Druckfolge Nass-in-Nass „erreichen Glanzlacke zwischen fünf und dreißig Minuten nach dem Druck nahezu ihren Endglanz. Anders sieht es bei Mattlacken aus. Innerhalb der ersten Stunde ist die Veränderung deutlich. Nach vier Stunden war (bei Versuchen des Druck- und Technologiezentrums der BASF Drucksysteme GmbH) jedoch erst der optimale Matteffekt erreicht. Lediglich beim Parallelversuch Mattlack auf Mattpapier verstärkte sich der Matteffekt auch noch nach vier Stunden. Eine gewisse Papierabhängigkeit ist also nicht auszuschließen.“ Auch hinsichtlich des Scheuerschutzes bei der Öldrucklackierung muss man beachten, „dass Trockenzeit und Papier maßgebliche Faktoren sind. Die Bestnote Eins, aus der visuellen Bewertung des Scheuertests, wurde – auf Bilderdruckpapier – nach zwölf Stunden Trocknungszeit erreicht. Drucke auf Mattpapier bleiben insgesamt empfindlicher gegen mechanische Belastungen. Sowohl glänzend als auch mattlackiert kann ihre Abriebfestigkeit geringer sein als bei Bilderdruck papieren.“ Anmerkung: Ralph Gumbel: Offset-Praxis beim Umgang mit Drucklacken, in: Deutscher Drucker, Ostfildern