Übernahme von PDF-Dateien
Diese ist weitgehend problemlos. Die Abspeicherung sollte in PDF 1.3 erfolgen. Die wichtigste Einstellung im Distiller ist "Für Offsetdruck optimiert", wenn diese Dateien für den Druck vorgesehen sind.
Text-Dateien als ASCII-Datei
Falls wir eine reine Text-Datei angeliefert bekommen, ist die einzige Voraussetzung für eine problemlose Bearbeitung, dass die Datei als ASCII-Datei abgespeichert ist, d. h. als unformatierter endlos erfasster Text, der sowohl auf einem DOS- als auch auf einem Macintosh-Rechner erstellt werden kann. Dieser endlose Text wird von uns nach den Vorgaben im Layout zu fertigen Seiten gestaltet.
Layout-Dateien als QuarkXpress-, InDesign- oder PageMaker-Datei
Bei der Anlieferung von Layout-Dateien mit kombinierten Text-, Grafik- und Bilddateien gibt es für die Ausgabe der Dateien keine Probleme, wenn
_ diese Dateien als QuarkXPress-, InDesign oder PageMaker-Dateien erstellt sind
_ und alle für die Erstellung dieser Datei benutzten Seitenelemente wie Texte, Bilder und Grafiken die dazu verwendeten Originalschriften (Schriftfonts) auf dem Datenträger abgespeichert sind.
Bei PageMaker-Dateien ist allerdings zu beachten, dass PageMaker beim Öffnen eines Dokuments nicht fragt, ob die Einstellungen (z. B. Laufweite) übernommen werden sollen. Deshalb können angelieferte Dokumente auf unseren MACs anders umbrochen werden.
Sind Layoutdateien in anderen Programmen erstellt worden, bitten wir um vorherige Rücksprache.
Beide Schriftfonts müssen mitgeliefert werden
Die Schriftfonts bestehen aus Screenfonts (Bildschirmfonts, Bitmapfonts) für die Darstellung am Bildschirm und Printerfonts (Outlinefonts) für die Ausgabegeräte. Beide Schriftfonts müssen mitgeliefert werden, was leicht einmal vergessen wird. Nach der Ausgabe der Layout-Datei stellen wir dann häufig folgende typische Fehlerquellen fest:
_ Farben sind falsch definiert worden,
_ Originalschriften fehlen,
_ nicht nur bei den Layout-Dateien, sondern auch in den Grafik-Dateien sind die Farben falsch definiert worden und/oder es fehlen die Originalschriften,
_ für Farbtöne und farbige Schriften sind unterschiedliche Rasterwerte hinterlegt worden,
_ es sind unnötig große Datenmengen bei der Seitenerstellung erzeugt worden.
Falsch definierte Farben in den Layout-Dateien
Farben müssen stets im CMYK-Modus angelegt werden. Werden sie in einem anderen Modus wie z. B. in RGB oder Pantone angelegt, so lassen sich die Farben nicht separieren, sondern nur als ungerasterte Fläche ausgeben und somit nur als Sonderfarbe "definieren" und später drucken.
Um diesen Fehler zu korrigieren, muss von uns jede Layoutseite einzeln aufgerufen und geöffnet werden und die einzelnen Farbteile müssen in den CMYK-Modus umgewandelt und zur vollen Seite verrechnet werden.
Fehlende Originalschriften in den Layout-Dateien
Sofern die Originalschriften nicht mitgeliefert werden oder auf unseren Ausgabegeräten nicht vorhanden sind, setzt das Ausgabegerät eine beliebige Schrift ein wie z. B. die schreibmaschinenähnliche Schrift "Courier", die weder in der Schriftart noch in der Schriftstärke, noch in der Laufweite der Schrift mit der eigentlichen Dokumentenschrift übereinstimmt.
Von uns müssen dann zunächst die Originalschriften beschafft werden; danach ist eine erneute Ausgabe erforderlich.
Falsch definierte Farben und fehlende Originalschriften in den Grafik-Dateien
Bei den Grafik-Dateien als Teilen einer Layout-Datei können die gleichen Fehler auftreten wie bei der gesamten Layout-Datei. Es können also für die einzelne Grafik-Datei die Farben falsch definiert sein, und es können die Originalschriften für die einzelne Grafik-Datei fehlen. Das letztere kommt insbesondere dann vor, wenn die Grafik-Datei aus einem Programm wie z. B. aus Freehand oder aus Illustrator erstellt worden ist und nun in eine Layout-Datei eingebaut werden soll, die als QuarkXPress- oder PageMaker-Datei erstellt worden ist. In diesem Fall müssen auch die Screenfonts und Printerfonts der in der Grafik-Datei verwendeten Schriften abgespeichert und mitgeliefert werden.
Korrekturen können von uns an den Grafik-Dateien im Gegensatz zu den Layout-Dateien oftmals nicht mehr durchgeführt werden, da wir die Grafik-Dateien nicht in allen Fällen öffnen können.
Farbtöne und farbige Schriften mit unterschiedlich definierten Rasterwerten
Bei der Verwendung von HKS- oder Pantone-Farbtönen in einem Dokument muss grundsätzlich für die vierfarbige Ausgabe im Rechner immer für die gleiche Papierqualität (gestrichen/ungestrichen) aktiviert werden. Ist dies nicht der Fall, so wird der betreffende Farbton mit einem geänderten Rasterwert hinterlegt. Dies hat zur Folge, dass Farbtöne, die im Druck gleichmäßig ausfallen sollen, unterschiedlich werden.
Erzeugung unnötig grosser Datenmengen bei der Seitenerstellung
Wird von Logos und Bildern nicht nur der tatsächlich erforderliche Vorlagenteil, sondern auch das nicht benötigte "Umfeld" mitgescannt oder werden Logos und Bilder in einer höheren als der erforderlichen Auflösung gescannt, so kann dies zu einer erheblichen Vergrößerung der tatsächlich erforderlichen Datenmenge führen. Die Datenmenge kann geradezu "explodieren", wenn eine Vielzahl solcher Scans mit nicht erforderlichen Flächenteilen zu einer Seite zusammengefügt werden.
In diesem Fall kann es vorkommen, dass zwar auf dem Bildschirm die gewünschte Darstellung der betreffenden Seite erscheint und dass auch eine Ausgabe dieser Seite auf einem Laserdrucker möglich ist, da der Laserdrucker wegen seiner geringeren Auflösungsmöglichkeit diese Daten reduziert.
Wird die Seite aber zur Ausgabe als gerasterte Seite im Raster Image Process verrechnet, so kann es passieren, dass der Rechner wegen der riesigen Datenmenge viel zu lange rechnet oder wegen der Überlappungen eigentlich nicht benötigter Vorlagenteile den Rechenvorgang abbricht, weil er keine logische Struktur für den Seitenaufbau erkennen kann.
Besondere Probleme bei in CorelDraw erstellten Layout-Dateien
CorelDraw ist ein sehr geeignetes Entwurfsprogramm, das sich problemlos über Laserdrucker ausgeben läßt. Da CorelDraw jedoch keinen "sauberen" Postscriptcode schreibt, kommt es bei der "Ausgabe" gerasterter Seiten im Raster Image Process zu einem erheblichen Rechenaufwand. Um das auszuschließen, empfehlen wir, die CorelDraw-Datei innerhalb dieses Programmes als Adobe Illustrator-Datei abzuspeichern. Diese EPS-Datei wird dann von uns in QuarkXPress weiterbearbeitet und zur Ausgabe vorbereitet.
Besondere Probleme bei in Texterfassungs-Programmen erstellten Tabellen
Wegen der eingeschränkten Konvertierbarkeit mancher Tabellen-Dateien, die in einem Büroprogramm (z. B. Excel) erstellt wurden, empfiehlt sich ein Vorab-Test mit einer abgespeicherten Datenprobe.
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