Bildverarbeitung im CMYK- oder im RGB-Modus möglich
Das Digital-Foto kann vom Reproduktioner direkt bearbeitet werden. Vor der Farbretusche werden dabei üblicherweise die Bilder vom RGB-Modus in den CMYK-Modus umgewandelt. Einige Hard- und Softwarehersteller propagieren allerdings, alle Bildbearbeitungsschritte wie Retuschen, Drehungen, Spiegelungen, Verzerrungen und Skalierungen im RGB-Modus durchzuführen und erst im Ausgabegerät (Film- oder Plattenbelichter) in den CMYK-Modus umzurechnen. Bei diesem Umrechnungsvorgang werden dann im RIP-Prozess die Besonderheiten der Druckverfahren in Bezug auf ihre Druckzuwachskurven durch bestimmte Automatikfunktionen berücksichtigt.
Ausgleich von Qualitätsverlusten in der Bildbearbeitung
Bei stärkeren Vergrößerungen aus einer Digital-Fotografie können die Darstellungen von Linien durch die Generierung von Pixeln eine leichte Stufigkeit aufweisen. Zum Ausgleich dieser Stufigkeiten muss bei der Bildbearbeitung ein Schärfefilter eingesetzt werden, der in mehreren Schärfestufen einstellbar ist. Die Wirkung der gewählten Filtereinstellung lässt sich am Bildschirm gut und schnell beurteilen.
Bei Bildvergrößerungen bis 125% sind noch keine auffälligen Qualitätsverluste festzustellen. Bei darüber hinausgehenden Vergrößerungen kann außerdem durch die Softwarefunktion "Interpolation" in der Bearbeitungsstation der Digital-Kamera die optische Auflösung der Bilder verbessert werden. Allerdings können auch durch diese Software keine zusätzlichen Details erfasst werden, und die Bilder leiden deutlich unter Schärfeverlust und Kontrastarmut. Es ist deshalb zweckmäßig, dass bei der Fotografie schon die späteren Bildgrößen vorgegeben sind.